Ob Neubau oder Sanierung: Für gute Parkmöglichkeiten muss gesorgt sein

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Die Parkmöglichkeiten für Autofahrer sollen unter dem anstehenden Rathausprojekt nicht leiden. Das haben Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Stadtbaurat Andreas Mentz Einzelhändlern und Dienstleitern in Aussicht gestellt, die öffentlich ihre Sorge über mögliche Auswirkungen der baulichen Sanierung bzw. des Neubaus von Rathaus und Stadthalle geäußert hatten.

Die Stadtspitzen hatten Ende letzter Woche acht Vertreterinnen und Vertreter zu einem Gespräch im Rathaus empfangen, um ihnen die künftige Strategie zu erläutern, Parkflächen im Stadtgebiet vorzuhalten. Berger und Mentz machten deutlich, dass es keinesfalls beabsichtigt sei, die Anzahl der öffentlich verfügbaren Parkplätze in der Innenstadt zu reduzieren. Im Gegenteil: Im Bereich des Bahnhofs werde der Plan verfolgt, die Anzahl der Parkplätze sogar deutlich zu erhöhen.

Nachdrücklich wurde das gemeinsame Interesse an einer dauerhaft lebens- und liebenswerten Innenstadt erkennbar, die für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher gut und barrierefrei zu erreichen sein muss. Hierbei spiele eine große Rolle, dass in der City zentrumsnahe Parkflächen in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Einhellig teilten die Gesprächspartner die Überzeugung, dass angesichts der baulichen Situation von Rathaus und Stadthalle kein weiteres Verschieben dieses notwendigen Projekts zu verantworten wäre. Auch die äußerst geeignete Lage des Rathauses an seinem jetzigen Ort bezweifelte keiner der Gesprächsteilnehmer. Zukünftig sei es noch mehr als in der Vergangenheit notwendig, Angebote der Stadtverwaltung ebenso wie Handel und weitere Dienstleistungen in der Innenstadt zu verorten. Diese Konzentration sichere das Überleben der Innenstadt als ein Ort, den Bürgerinnen und Bürger gern aufsuchen.

Bürgermeister und Stadtbaurat stellten die Planung vor, während der Bauzeit einen Ausweichparkplatz auf einem unbebauten Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße zu schaffen. Sobald die Bauarbeiten an dem Rathausprojekt beendet sind, werden die zentralen Parkplatzflächen an Westenmauer und Südenmauer wiederhergestellt. Beide zeigten Verständnis für die Sorge der Geschäftsleute und Dienstleister, dass es während der Bauzeit zu erheblichen Einschränkungen im innerstädtischen Verkehr kommen könnte. Hinweise darauf seien jedoch für die Dauer der Bauarbeiten, die frühestens Ende 2022 beginnen und sich über drei Jahre hinziehen würden, derzeit nicht zu erkennen.

Über das Thema Parken werde in den nächsten Monaten ohnehin öffentlich diskutiert, kündigten Bürgermeister und Erster Beigeordneter an. Zurzeit werde von der Stadt ein Entwurfskonzept erarbeitet, wie der „Ruhende Verkehr“ in der Innenstadt und im Bereich des St.-Franziskus-Krankenhauses künftig aussehen soll. Ab diesem Herbst wolle man mit den Akteuren in der Innenstadt losgelöst von der aktuellen Rathausfrage hierüber ins Gespräch kommen, um einen zukunftsweisenden Weg zu einer gut erreichbaren und zugleich lebenswerten und möglichst klimafreundlichen Stadt zu finden. Stadt und Einzelhändler wollen sicherstellen, dass auch denjenigen Innenstadtbesuchern Parkflächen zur Verfügung stehen, die nicht mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr die City ansteuern.

Zum Abschluss vereinbarte die Gesprächsrunde, den Dialog rund ums Thema Parkverkehr fortzuführen. So sollen in den nächsten Monaten auch Aspekte wie ein Parkleitsystem, Informationen über freie Parkplätze mittels Smartphone-App oder Shuttle-Angebote anlässlich von Sonderveranstaltungen sowie zusätzliche Wegweisungen während der baustellenbedingten Sperrphase von Rathaus- und Stadthallenparkplatz besprochen werden. Teilnehmende des Gesprächs beim Bürgermeister und Stadtbaurat waren Anne Bäumer (Bettenhaus Gahrmann), Sylvia Sommer (Büro Schule Schenken Sommer), Martin Dinkelmann (Elektroplus Dinkelmann), Heiner Klostermann (Optic Actuell), Martin Pörtzel (Malerbetrieb Pörtzel), Dr. David Tilch (Zahnarzt), Bernd-Uwe Lieftüchter (Herrenmode Lieftüchter) und Boris Burat (Hof Schulze Rötering).

Sonderseite: Sanierung oder Neubau?

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