Fritz-Winter-Gesamtschule erneut „Humanitäre Schule“

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Die Fritz-Winter-Gesamtschule ist zum dritten Mal „Humanitäre Schule“ Schule geworden. Der DRK-Landesverband NRW verlieh die Auszeichnung bei einer Feier am 28. Juni in Herne zusammen mit weiteren 26 Schulen aus NRW.

Diese besondere Auszeichnung vergibt der Landesverband vom Deutschen Roten Kreuz an Schulen, die im Jahr 2019 humanitäre Scouts ausgebildet, eine Projektidee realisiert und ein Planspiel realisiert haben.

Im Zusammenhang mit der Kampagne „Humanitäre Schule“ des Deutschen Roten Kreuzes haben Finn Matti Kirchner, Merle Fischer und Melina König – zuvor als humanitäre Scouts ausgebildet – mit Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs während eines dreitägigen Projektseminars das Planspiel „h.e.l.p.“ durchgeführt. Bei dem Planspiel geht es um die prozessorientierte Lösung eines internationalen Konflikts zwischen fiktiven Ländern, wobei der internationale Konflikt durchaus einen realen und gegenwärtigen Erdöl-Hintergrund hat.

Das Planspiel ist handlungs- und prozessorientiert, d.h., dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in die Rollen der Delegationen der verschiedenen Länder hineinschlüpfen müssen und jeweils ihre Positionen und Ansprüche vor den Vereinten Nationen und der Presse rechtfertigen und für ihr Land akzeptable Ergebnisse erkämpfen müssen.

Ziel dieses Spiels ist es u.a., dass die teilnehmenden Jugendlichen für politische und internationale Themen sensibilisiert werden und ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass internationale Konflikte interessenorientiert sind und bei der Bewältigung dieser Probleme alle Standpunkte der beteiligten Länder berücksichtigt werden müssen.

Nach durchaus heftigen Diskussionen und Verhandlungen konnten die Delegationen der Länder eine für alle Beteiligten akzeptable und umsetzbare Lösung finden und sich einigen. Dieser „Friedensvertrag“ musste von allen Delegierten der beteiligten Länder und der UN unterzeichnet werden.

Bei dem schulübergreifenden humanitären Projekt haben die Spanisch-Kurse des 11. und 12. Jahrgangs an die südamerikanische Hilfsorganisation „Amaidos“ den Erlös des aus dem Verkauf des von den Schülern angefertigten Schmucks gespendet.

Für das kommende Jahr plant der verantwortliche Lehrer Selahattin Murt die Aus- und Fortbildung von vier neuen und zusätzlichen humanitären Scouts, die mit denen des jetzigen Jahrgangs in der Stufe elf wiederum ein politisches Planspiel durchführen, um die Schüler mit Gedanken und Zielen der UN und des DRK vertraut zu machen.

 

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