„Impfen schützt zuverlässig vor erheblichem Leid"

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„Jede Impfung ist eine gute Impfung." Bürgermeister Dr. Alexander Berger dankt Ärzten, Gesundheitsamt und Impfstation für deren Engagement, Bürgerinnen und Bürger mit Erst- und Zweitimpfungen sowie Auffrischungsimpfungen zu versorgen.

„Wo die Stadt kann, wird sie diese Aktivitäten weiterhin nach Kräften unterstützen", so Berger in der Sitzung des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse (SAE), der am Mittwochvormittag in einer Videokonferenz tagte. Ideell und materiell tue die Stadt alles Erdenkliche, um der Infektionswelle die Spitze zu nehmen. So habe die Stadt für die am Röteringshof privat betriebene Impfstation die frühere Mammutschule zur Verfügung gestellt. Auch mit der niedergelassenen Ärzteschaft stehe man im Dialog.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt der SAE, zu dessen neuen Leiter Stadtbaurat Thomas Köpp bestimmt worden ist, das auch in Ahlen beschleunigte Infektionsgeschehen. Zwar sei dieses im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis nicht auffällig, „aber die Entwicklung bereitet uns Sorgen", verweist Berger auf die Verteilung der Infektionen in den Altersgruppen. So habe im November der Anteil der über 80-Jährigen erkennbar zugenommen. Die etwa 8500 über 70-jährigen Ahlenerinnen und Ahlener seien über „Booster"-Impfungen informiert worden, und in den Pflegeeinrichtungen haben die allermeisten dort lebenden Menschen eine dritte Impfung erhalten. Von den 16 Intensivbetten im Ahlener Krankenhaus seien gegenwärtig zwei mit zu beatmenden Covid-19-Patienten belegt, drei Betten seien noch frei.

Berger und Köpp werben weiterhin nachdrücklich für das Impfen. Anhand der Krankheitsverläufe von Infizierten erkenne man laut Bürgermeister „sehr deutlich, dass Impfen vor erheblichem Leid zuverlässig schützt." In aller Regel verliefen die Erkrankungen in der akuten Phase moderat, tödliche Ausgänge seien zur absoluten Ausnahme geworden. Hygiene, Kontaktvermeidung und Abstand blieben unverändert notwendig. Auswirkungen hat das auch auf die politische Arbeit. So werden ab sofort die Ausschusssitzungen wieder in der Stadthalle stattfinden, „mit möglichst straffer Tagesordnung", so Bergers Empfehlung. Abgesagt worden sind unterdessen die im Dezember vorgesehene Haus- und Straßensammlung des Volkbundes sowie der Neujahrsempfang der Stadt Ahlen im Januar.

An den Planungen für den „Ahlener Advent" auf dem Marktplatz sowie den Weihnachtsmarkt am Heimatmuseum ändert sich derweil nichts. „Beide finden mit Stichprobenkontrollen unter 2G-Bedingungen statt", sagt SAE-Leiter Köpp. In Anlehnung an die Regelungen des Landes und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich um Freiluftveranstaltungen handele, sei die Entscheidung „nach gründlichem Abwägen" gefallen. Nicht zu vergessen seien dabei auch die Interessen des stationären Einzelhandels. Uneingeschränkt geöffnet bleiben für den Publikumsverkehr bis auf weiteres die Dienststellen der Stadt Ahlen.

Für besondere Bereiche gilt ab Donnerstag (25. November) die 3-G-Regelung: Angebote und Veranstaltungen der der politischen Bildung und der Selbsthilfe sowie Integrationskurse, Angebote der Jugendsozialarbeit und der Jugendarbeit für sozial oder individuell oder individuell benachteiligte Jugendliche, die kontaktlose Ausleihe und Rückgabe von Medien in der Stadtbücherei, Sitzungen kommunaler Gremien, Beerdigungen einschließlich Nutzung der Trauerhallen und standesamtliche Trauungen.

Die 2 G-Regelung kommt zur Anwendung bei der gemeinsamen Sportausübung (Wettkampf und Training) auf und in Sportstätten sowie beim Besuch von Sportveranstaltungen als Zuschauerin oder Zuschauer. Genaueres teilt die städtische Schul- und Sportverwaltung den Vereinen unverzüglich über einen Newsletter mit.

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